Welche Auswirkungen hat die aktuelle Situation auf Ihre Tätigkeit?

Auf beruflicher Ebene hat sich in den letzten zwei Monaten für uns nicht viel verändert. Schon zuvor waren wir nicht gleichzeitig mit den anderen Produzenten in den Käsereien, wir mussten also zum Beispiel keine Zeitpläne für die Lieferungen einführen. Der Viehpreis auf dem Markt ist hingegen stark gesunken, nicht zuletzt, weil die Restaurants geschlossen sind. Zurzeit haben wir noch keine grossen Beschränkungen, aber ich mache mir Sorgen für die Zukunft.

Warum?

Die Unsicherheit ist gross, man weiss nicht wie es weitergehen wird. Die Mengen müssen verwaltet werden, denn es wäre eine Katastrophe, wenn wir im Herbst plötzlich einen zu grossen Vorrat haben und die Preise gesenkt werden müssen. Wir gehen das Risiko ein, einen Überschuss an Milch zu haben und wir werden Entscheidungen treffen müssen, um dem abzuhelfen, aber zu welchem Preis? Ich befürchte auch, dass Kopien unserer AOP-Produkte auf dem Markt erscheinen werden, die aus der überschüssigen Milch produziert werden. Das würde unserer jahrelangen Arbeit in den Branchenorgansationen stark schaden.

Haben Sie positive Auswirkungen der Krise feststellen können?

Viele Konsumenten haben Ihre Konsumgewohnheiten geändert und sich den lokalen Produkten zugewandt. Ich hoffe, dass Sie diese Gewohnheiten beibehalten werden und später an die Schweizer Produzenten denken werden, die in dieser Krise weitergearbeitet haben, um sie zu ernähren. Lokal zu konsumieren ist die Zukunft und ich hoffe, dass die Schweizer Produkte als Gewinner aus dieser Krise hervorgehen werden.

Wie geht es Ihnen persönlich?

Ich bin jemand, der ein sehr aktives Sozialleben hat und bei zahlreichen Verbänden mitmacht. Der Kalender war plötzlich für den ganzen Frühling leer, was sehr hart war. Diese Treffen erlauben normalerweise einen Bruch mit der Berufswelt und den Alltagssorgen. Es geht jetzt langsam wieder los und es tut gut, sich wieder mit Leuten zu treffen, auch mit Einhaltung des Abstandes.

Sie haben auf Ihrem Hof ein nagelneues

Plakat von Vacherin Fribourgeois AOP aufgestellt. Was ist Ihre Einstellung zu dieser Kampagne? Ich bin jemand, der ein sehr aktives Sozialleben hat und bei zahlreichen Verbänden mitmacht. Der Kalender war plötzlich für den ganzen Frühling leer, was sehr hart war. Diese Treffen erlauben normalerweise einen Bruch mit der Berufswelt und den Alltagssorgen. Es geht jetzt langsam wieder los und es tut gut, sich wieder mit Leuten zu treffen, auch mit Einhaltung des Abstandes.